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Depression

Depressionen gehören mit zu den Krankheiten, unter denen Kinder und Jugendliche am häufigsten leiden. Jeder zwanzigste Jugendliche erkrankt bis zu seinem 18. Lebensjahr an einer behandlungsbedürftigen Depression. Eine Depression beginnt meist in der späten Kindheit und dauert zwischen wenigen Wochen und mehreren Jahren. Drei von vier depressiven Patienten denken daran, sich umzubringen, etwa jeder siebte verstirbt durch Suizid. Jungen haben im Vergleich zu Mädchen ein dreimal so hohes Selbsttötungsrisiko. An einer Depression können auch schon Kinder leiden. Das Risiko, daran zu erkranken, steigt bei Jugendlichen sprunghaft an.

 

Depressionen sind kaum zu erkennen?

Jugendliche, die sich zurückziehen – wer kennt sie nicht? Jungen und Mädchen, die sich nicht konzentrieren können, die gereizt sind und schnell wütend werden, die in der Schule schlechte Noten schreiben – alles normal in der Pubertät?

 

Doch die ersten Symptome einer Depression sehen bei Jugendlichen ganz ähnlich aus. Depression hat im Jugendalter ein „Allerweltsgesicht“. Sie unterscheidet sich kaum von allgemeinen alterstypischen Stimmungen und Verhaltensweisen. Doch Depression kann sich schon in jungen Jahren gefährlich zuspitzen. Depressionen können sich auch hinter anderen schweren psychischen Erkrankungen verstecken: Jungen, die sich „rowdyhaft“ oder „aggressiv“ benehmen und „randalieren“, Mädchen, die unter Essanfällen oder Magersucht leiden, junge Erwachsene, die innerhalb weniger Stunden zwischen „himmelhoch jauchzend“ und „zu Tode betrübt“ schwanken. Hinter all diesen vermeintlich anderen psychischen Störungen kann auch eine Depression stecken. Die Folge ist: Depressionen werden viel zu häufig übersehen oder erst gar nicht richtig behandelt.

 

Was macht Kinder depressiv?

Jedes Alter hat seine speziellen Symptome, an denen eine Depression zu erkennen ist. Kinder drücken sich anders aus als Jugendliche. Ihnen wird noch kaum bewusst, dass sie sich hoffnungsloser fühlen als andere Kinder. Je jünger ein Kind ist, desto schwieriger sind depressive Störungen zu erkennen.

Auslöser einer Depression können sein:

  • Tod von Mutter oder Vater

  • Tod von Geschwistern

  • Sucht und Depression der Eltern

  • Missbrauch

  • Vernachlässigung

 

Je jünger Kinder sind, desto relevanter sind die Beziehungen zu wichtigen Erwachsenen, in der Regel natürlich insbesondere den Eltern. Kommt es nun z.B. zur Trennung der Eltern und damit häufig auch zu Konflikten oder räumlicher Trennung, so entsteht hieraus in der Regel eine große Verunsicherung des Kindes mit entsprechenden Sorgen oder Ängsten („Wenn der eine gegangen ist, könnte der andere doch auch das Gleiche tun?!“). Das Kind fühlt sich dann z.B. ohnmächtig, weil seine Wünsche und Bedürfnisse nicht berücksichtig wurden. Es fühlt sich deshalb z.B. möglicherweise schuldig und überlegt, ob die Eltern mehr Rücksicht genommen hätten, wenn es braver und lieber gewesen wäre oder versucht, sich perfekt zu verhalten, um „alles wieder gut zu machen“.

 

Dabei erkrankt längst nicht jedes Kind, dass einschneidende Lebensereignisse zu verkraften hat, an einer Depression. Auch eine kindliche Psyche ist durchaus belastbar. Doch Kinder sind seelisch und körperlich verletzlicher als Erwachsene. Ein Kind, das bereits viel erlebt hat, ist möglicherweise bei der nächsten großen Herausforderung überlastet. Dann kann die erste Woche im Kindergarten oder in der Schule ausreichen, um es völlig aus dem Gleichgewicht bringen. Die Folge kann dann eine Depression sein, die behandelt werden soll und muss.

 

Was macht Jugendliche depressiv?

Jugendliche sind Erwachsenen schon ähnlicher als kleine Kinder. Jugendliche können ihre Gefühle bereits deutlich besser ausdrücken. Doch während der Pubertät geht vielen Jugendlichen noch einmal die innere Balance verloren. Manchmal scheint es fast so, als ob Pubertät eine depressive Phase ist. Doch hinter altersbedingten Stimmungen können auch psychische Störungen stecken, die einen Jugendlichen gefährden. Aus Gesprächen mit depressiven Jugendlichen weiß man, welche Faktoren die Krankheit auslösen können:

  • sehr viel Streit

    • mit den Eltern

    • der Eltern untereinander

    • mit Freund oder Freundin

  • kein Zusammenhalt in der Familie

  • kein beschützender Ort, an den sich der Jugendliche zurückziehen kann

  • fehlende Unterstützung und Zuwendung

  • Versagen in der Schule

  • Verlust des Ausbildungsplatzes

  • unerwünschte Schwangerschaften

  • Alkohol und Drogen, die Hemmungen abbauen

 

Dabei ist es fast immer so, dass:

  • sich depressive Jugendliche als unbeliebt erleben

  • wenig Freunde haben

  • andere nachahmen oder nachmachen, die sich selbst aufgegeben haben, und sei es nur, dass sie dies in Filmen gesehen oder Büchern gelesen haben.

 

Noch einige Anmerkungen zur Suizidgefahr:

Mit der Pubertät steigt das Risiko eines Suizids sprunghaft an. 15 bis 19-Jährige sind besonders gefährdet. Jugendliche, die wegen eines Selbstmordversuchs in einem Krankenhaus behandelt wurden, sprachen vor allem von ihrer Hoffnungslosigkeit und ihrer Einsamkeit.

 

Alarmsignale sind z.B. Abschiedsbriefe. Sie werden häufig Stunden, manchmal sogar Tage vor der Selbsttötung geschrieben. Reagieren Sie sofort. Suchen Sie Ihr Kind. Sprechen Sie mit ihm über den Brief – ruhig und mit Zuwendung. Das ist nicht einfach. Nehmen Sie sich Zeit. Lassen Sie sich nicht durch brüskes, schroffes oder unverschämtes Verhalten abschrecken. Ein Gespräch kann auch Phasen haben, in denen Ihr Kind nichts sagt. Versuchen Sie, den Anlass für den Abschiedsbrief zu verstehen.

 

Lassen Sie Ihr Kind nicht allein. Die meisten Suizide passieren, wenn Jugendliche sich extrem zurückziehen. Eine große Einsamkeit ist als Risikofaktor zu verstehen.

 

Ein weiterer Warnhinweis sind allgemeine Gespräche über Tod und Selbstmord oder Diskussionen darüber, wie man sich am besten umbringt oder was besonders schnell und wirkungsvoll zum Tode führt.

 

Wenn ein Gespräch mit Ihrem Kind keine Klarheit ergibt und die Stimmung Ihres Kindes unberechenbar bleibt oder Sie den Zugang zu den Gefühlen Ihres Kindes verlieren, rufen Sie bitte immer die nächste Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie an und stellen Ihr Kind dort zeitnah, ggf. als Notfall vor. Sofern Sie die Telefonnummer nicht zur Hand haben, rufen Sie die Rettungsleitstelle unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 112 an.

 

Wenn Du selbst Selbstmordgedanken hast, vertraue Dich bitte jemandem an. Kennst Du niemanden, dem Du Dich öffnen magst, bekommst Du hier erste Hilfe.

 

Früherkennung

Der Früherkennung einer Depression kommt somit die wichtigste Bedeutung zu. Wenn Sie bei Ihrem Kind depressive Zeichen erkennen oder der Betreffende selber depressive Symptome oder Hinweise erkennt, dann sollten auf jeden Fall eine Erstvorstellung in der Praxis oder bei einem anderen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten erfolgen. Auch die Praxen der niedergelassenen Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie oder psychiatrische Institutsambulanzen können eine Einschätzung der Problematik vornehmen. Sofern eine Depression wahrscheinlich ist oder bereits diagnostiziert wurde, ist es ebenso wichtig, möglichst früh zu behandeln.

 

Behandlung

Für die Behandlung gilt immer: Ein depressives Kind oder ein depressiver Jugendlicher ist nicht faul, nicht böse, nicht unerträglich, weil es einfach so sein will. Ein depressives Kind bzw. Jugendlicher ist ein Patient und somit krank und benötigt eine Behandlung. Ein depressives Kind ist auch kein Grund, an seinen elterlichen Fähigkeiten zu zweifeln. Es ist immer ein Grund, zu einem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten oder zu einem Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie zu gehen und sich dort Hilfe zu holen

Depressive Kinder bleiben in ihrer Entwicklung zurück. Depressionen heilen meist nicht von alleine. Wer als Kind oder Jugendlicher an einer Depression erkrankt, hat als Erwachsener ein hohes Risiko, wieder daran zu erkranken. Deshalb gilt grundsätzlich: Je früher die Behandlung beginnt, desto besser.

 

Fast alle depressiven Kinder und Jugendliche können ambulant behandelt werden. Nur in seltenen Fällen ist eine stationäre kinder- und jugendpsychiatrische Therapie notwendig, beispielsweise wenn ein Betroffener nicht mehr leben möchte und seinen Selbstmord ankündigt, sich selbst wiederholt absichtlich verletzt, wiederholt Drogen nimmt oder ständig wegläuft. Eine Familie ist mit einer Betreuung rund um die Uhr dann meist überfordert. Dafür sind kinder- und jugendpsychiatrische Krankenhäuser da und zuständig.

 

Wie wird eine depressive Störung in unserer Praxis behandelt?

Sofern der Verdacht auf eine Depression im Raum steht, sollten eine umfassendere Abklärung und Diagnostik erfolgen. In unserer Praxis erfolgt dies i.d.R. im Rahmen der probatorischen Sitzungen, d.h. neben der aktuellen Symptomatik erheben wir den Verlauf und die Entstehung der Depression (z.B. über ein sog. „Life-Chart“) sowie die vollständige Lebensgeschichte. Bei Bedarf erfolgt weiterhin eine testpsychologische Untersuchung, nach Möglichkeit auch hier mit dem Ziel der Verlaufsdiagnostik. Zusätzlich werden spezifische Stress- und Belastungsfaktoren erhoben.

 

Die Einbeziehung des Kinder- oder Hausarztes ist in dieser Phase unumgänglich, da vor Einleitung einer ambulanten Psychotherapie immer die Vorlage des ärztlichen Konsiliarberichtes notwendig ist. Sollten sich aus unserer Diagnostik Hinweise auf eine körperliche Grunderkrankung ergeben, bitten wir die ärztlichen Kolleginnen und Kollegen selbstverständlich um eine weitergehende Abklärung, z.B. in Form einer Blutentnahme zum Ausschluss einer Schilddrüsenunterfunktion.

 

Nach Sicherstellung der Diagnose erfolgt als erster Schritt eine umfassende Krankheitsaufklärung (Psychoedukation) für den Betroffenen im Einzelgespräch und seine Angehörigen bzw. die beteiligten Personen im Umfeld in Form von Bezugspersonengesprächen. Ziel ist es, alle Beteiligten „zu Experten“ für die Erkennung, Behandlung und den angemessenen Umgang mit der Depression zu machen.

Im weiteren Verlauf der Psychotherapie werden dann mit dem Patienten auf Basis der durchgeführten Diagnostik und des daraus entwickelten Störungsmodells und des nun vorhandenen Störungswissens konkrete therapeutische Ziele vereinbart.

Diese können sein:

 

Aufbau von Aktivitäten

Depressive Patienten berichten immer wieder, das in ihrem Leben „normale“ Aktivitäten wie gemeinsame Mahlzeiten oder Unternehmungen in der Familie, Schulbesuch, Hobbies oder einfach nur der Kontakt zu Freundinnen und Freunden verschwinden.

 

Ein wichtiges Ziel in der Psychotherapie ist es somit, schrittweise zu einem altersentsprechenden Tages- und Wochenverlauf zurückzukehren. In diesem Zusammenhang kann z.B. auf Aktivitäten- und Verstärkerpläne zurückgegriffen werden. Sinnvoll ist auch die zeitnahe positive Verstärkung von Aktivität und Engagement durch die Eltern oder Betreuer, z.B. in Form fest vereinbarter Belohnungen.

In diesem Zusammenhang spielen das Schlafverhalten und die Nutzung elektronischer Medien im Alltag eine wichtige Rolle. Wir besprechen mit allen Beteiligten z.B. den Umfang der Mediennutzung, Betonen die Vorbildfunktion der Eltern und versuchen gemeinsam angemessene Lösungen zu finden. Denn eines ist klar: der reale Kontakt zu anderen Menschen kann nicht durch die virtuellen Kontakt ausgetauscht werden-auch wenn uns dass die Anbieter der sozialen Netzwerke immer wieder weiß machen wollen.

 

Sofern die veränderte (nächtliche) Mediennutzung nicht zum Rückgang von Schlafstörungen führt, können weitere Techniken zum Einsatz kommen, z.B. Erlernen eines Entspannungstrainings, Verbesserung der sog. Schlafhygiene oder bestimmte Stimuluskontrolltechniken.

 

Erkennen und Veränderung ungünstiger Gedanken und Einstellungen

„Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern ihre Vorstellung von den Dingen“ sagte schon der griechische Philosoph Epiket (50-138 n. Chr.). Auf dieser Basis beschäftigen sich kognitive Verhaltenstherapeuten damit, wie gedankliche Prozesse (die sogenannten Kognitionen) das Handeln und Fühlen von Menschen beeinflussen und im Gegenzug gedankliche (kognitive) Prozesse durch den Einbezug von Logik zu beeinflussen sind.

 

Der Begriff „kognitive Umstrukturierung“ erinnert dabei beim ersten Hören vielleicht an „Gehirnwäsche“ oder „Gedankenprogrammierung“, meint aber tatsächlich eine durch den Therapeuten angeleitete schrittweise Veränderung negativer und depressiver Gedanken. Unter dem Begriff der „dysfunktionalen“ Gedanken (Kognitionen) versteht man Verzerrungen der Wahrnehmung, negative Bewertungen, ungünstige Grundüberzeugungen oder Fehlinterpretationen.

 

Quasi alle depressiven Patientinnen und Patienten berichten z.B. von Gedanken wie:

  • „Immer ist alles meine Schuld!“

  • „Ich krieg‘ einfach überhaupt nichts hin!“

  • „Keiner kann mich leiden!“

  • „Ich verstehe das einfach nicht!“

Diese negativen Gedanken treten oft automatisch auf und sind nicht das Ergebnis von Nachdenken oder Überlegung-dennoch beeinflussen sie, wie man sich in einer Situation fühlt oder verhält.

 

Welche Art von automatischen Gedanken in einer bestimmten Situation aktiviert wird, hängt dabei häufig von den früheren Lebenserfahrungen ab, die die Sicht auf sich selbst, andere oder die Welt prägen. Diese sog. „Grundannahmen“ sind bei depressiven Patienten häufig pessimistisch, oder anders gesagt, die Welt wird durch eine „tief-schwarz getönte Brille“ betrachtet.

 

Kognitiv-verhaltenstherapeutische Ziele sind das Erkennen und das Verändern dieser Gedanken und Grundannahmen durch eine intensive Auseinandersetzung damit, d.h. der Betreffende muss z.B. durch therapeutische Hausaufgaben (Selbstbeobachtungsprotokoll) bestimmte Situationen und damit zusammenhängende Gedanken erfassen. In der nachfolgenden Therapiestunde werden diese Kognitionen dann systematisch auf mögliche Denkfehler überprüft. Dabei soll der Patient dann schrittweise selber für ihn günstigere und hilfreiche Bewertungen und Gedanken entwickeln.

 

Verbesserung des Umgangs mit Stress und Belastungsfaktoren

„Schulstress“, „Prüfungsstress“ oder „Freizeitstress“. Es ist nicht zu bestreiten, dass Leistungsdruck, ständige Verfügbarkeit und Arbeitsverdichtung in unserer Gesellschaft auch für Kinder und Jugendliche massiv zugenommen haben.

 

Bestes Beispiel dafür ist, dass in unserer Praxis Behandlungstermine am Vormittag extrem selten oder am frühen Nachmittag nur sehr ungerne wahrgenommen werden, und dies häufig trotz einer bestehenden Depression. „Mein Kind muss doch zur Schule gehen“ oder „Ich habe da noch Unterricht und darf da auf keinen Fall fehlen“ sind typische Begründungen.

 

Dies ist ein großes Dilemma, denn Stress und Überlastung sind neben genetischer Veranlagung und belastenden Lebensereignissen die zentralen Faktoren bei der Entstehung einer Depression. Dennoch wird häufig wider besseres Wissens an dieser Stressbelastung festgehalten, wohl wissend, dass das Kind oder der Jugendliche eine Behandlung benötigt. Auch ist der starke „Schuldruck“ für uns in unserer täglichen Arbeit immer spürbar. Häufig hören wir Sätze von Lehrern wie z.B. „Nur wer gute Leistungen in der Schule bringt, hat Erfolg im Leben!“.

 

Im Rahmen der psychotherapeutischen Arbeit muss für Ihr Kind und für Sie somit der erste Schritt sein, diesen „Teufelskreis“ zu erkennen und die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit zu erfassen. Im weiteren Verlauf erarbeiten wir dann individuelle Möglichkeiten zur angemessenen Bewältigung der Stressbelastung. Dabei geht es niemals um die Dichotomie „Kein Stress“ oder „Totaler Stress“, sondern um die ausgeglichene Balance von Be- und Entlastung.

 

Hierbei können das Erlernen eines Entspannungstrainings oder kognitive Techniken helfen, schrittweise zu einer angepassten Belastung und Belastbarkeit zu kommen.

 

Und was ist mit Medikamenten?

Die sog. S3-Behandlungsleitlinie zu depressiven Störungen empfiehlt ab einem bestimmten Schweregrad bzw. bei nicht ausreichendem Erfolg der ambulanten Psychotherapie den Einsatz von zugelassenen Antidepressiva.

 

Sofern Gründe für eine antidepressive Medikation vorliegen, sprechen wir dies selbstverständlich im Rahmen der Psychotherapie mit ihnen und Ihrem Kind an. Gerne dürfen auch Patienten nach Informationen dazu fragen.

 

Wir bieten dann im Rahmen eines psychoedukativen Vorgehens die Möglichkeit an, basale Informationen zum Thema „Antidepressiva“ zu geben. Die Indikationsstellung, d.h. die Festlegung der Notwendigkeit, ob ein Antidepressivum gegeben werden muss, kann und darf jedoch nur durch einen Arzt gestellt werden, der nach Möglichkeit ein Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie sein sollte. Eine medikamentöse Behandlung durch die Verhaltenstherapeutische Praxisgemeinschaft für Kinder und Jugendliche ist nicht möglich.

 

Gerne sind wir jedoch dazu bereit, im Rahmen unserer beruflichen Vernetzung mit anderen Kolleginnen und Kollegen, bei der Vorstellung in einer Facharztpraxis behilflich zu sein. Bei Vorlage einer schriftlichen Schweigepflichtentbindung gegenüber dieser Praxis besteht ebenfalls die Möglichkeit, sich mit dem ärztlichen Kollegen zunächst über die Indikationsstellung und später über den gemeinsamen Behandlungsverlauf kooperativ auszutauschen.

 
 

Eine Anmeldung für die psychotherapeutische Sprechstunde ist
ausschließlich telefonisch am Freitag in der Zeit von 13.30 Uhr - 16.50 Uhr möglich!

Telefon 04621 - 30 750 70